Veterinär

FVET Mag.med.vet. Heinrich Damm

FIRE-VETS – TIERÄRZTE IM FEUERWEHREINSATZ

Immer wieder kommt es in landwirtschaftlichen Betrieben zu verheerenden Bränden, bei denen Gebäude und Maschinen ein Raub der Flammen werden. Dabei werden die in den Ställen untergebrachten Tiere gefährdet und häufig auch verletzt. Sowohl in solchen Fällen als auch bei Bergungen verunfallter Tiere ist veterinärmedizinischer Sachverstand gefordert.

Planmäßiges Vorgehen. Bei Stallbränden ist es Aufgabe der Fire-Vets, die Evakuie­rung der Tiere aus den brennenden Ge­bäuden zu koordinieren und eine umge­hende medizinische Versorgung sicher-zustellen. Auch bei technischen Einsätzen der Feuerwehr, bei denen es um die Ret­tung von Tieren in Not (Jauchengrube, Flußbergung, Schwanenrettung) geht, ist oft die Mitwirkung eines Tierarztes unerlässlich. Vor allem bei Unfällen von Tiertransportern ist er für eine tierschutzgerechte Bergung und allenfalls notwendige Behandlung oder unvermeidbare Tötung der verletz­ten Tiere verantwortlich.

Im Bereich Graz-Umgebung wurde sogar ein spezieller Alarmplan „Vet“ ausgearbeitet, in dem jeder Gemeinde ein Tierarzt zugeordnet ist, der bei einem „Einsatz mit Tieren“ vom Einsatzleiter angefordert werden kann. Über die Einsatzleitstelle wird der zuständige Fire-Vet verständigt und zum Einsatzort beordert, wo er als Fachmann tätig wird und über die weiteren zu set­zenden Maßnahmen entscheidet.