Wasserdienst

HLM Ing. Günther Klug, LM Christoph Feldgrill

Wasserdienst allgemein

 

Die FF Frohnleiten ist seit 1989 Wasserdienst-Stützpunkt mit Booten und Tauchern. Folgende Wasserdienstfahrzeuge  stehen für Einsätze zur Verfügung:

 

·         Wasserdienstfahrzeug (WDF)

·         Jet-Boot

·         Schlauchboot

·         Feuerwehrzille

 

Gemäß Wasserdienstrichtlinie 2013 gehört Frohnleiten gemeinsam mit den Bereichen Graz, Graz-Umgebung, Voitsberg und Deutschlandsberg zur Tauchgruppe IV des LFV Steiermark. Das Haupteinsatzgebiet sind Such- und Bergeaktionen in fließenden und stehenden Gewässern (Badeseen Großraum Graz, Staubereiche in der Mur und in anderen fließenden Gewässern), Aufziehen von Ölsperren mittels Boot in der Mur usw.

 

Die Wasserdienststaffel Frohnleiten besteht derzeit aus 12 aktiven Schiffsführern, 4 Feuerwehrtauchern und 2 Feuerwehr-Einsatztauchern.

 

Die Boote dürfen nur von Schiffsführern gelenkt werden, welche an der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark den Schiffsführer-Grundlehrgang (Zillenkurs) und Schiffsführerlehrgang  besucht haben.

 

 

Die Tauchausbildung ist weit umfangreicher und erstreckt sich bis zum Feuerwehr-Einsatztaucher über mehrere Jahre. Einsatztauchen in fließenden oder stehenden Gewässern, im Sommer bei angenehmen Badetemperaturen oder im Winter bei eisiger Kälte unter einer zugefrorenen dicken Eisdecke, bei guten Sichtverhältnissen, meist aber in sehr trübem Gewässer ohne Sicht, bei Tag oder bei Nacht, in seichten  oder sehr tiefen Gewässern bis zu einer max. Tauchtiefe von 40 m, die Suche nach verlorenen Gegenständen oder aber die Suche nach vermissten Personen im Staubereich oberhalb von Wasserkraftwerken und ähnliches erfordern ein Höchstmaß an körperlicher und psychischer Fitness.Ein Taucharzt muss vor Beginn der ersten Ausbildungsmaßnahme die ärztliche Tauglichkeit zum Einsatztauchen feststellen (HNO-Befund, Lungenröntgen, AKL-Test sind Voraussetzung). Rettungsschwimmerausbildung ist ebenfalls Voraussetzung.

Danach folgen an der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark Tauchdienst-Einstiegslehrgang, ABC-Freitaucherlehrgang, FW-Taucherlehrgang 1 (Lebring bis zu einer max. Einsatztauchtiefe von 10 m) und FW-Taucherlehrgang 2 (Lebring und Grundlsee bis zu einer max. Einsatztauchtiefe von 20 m). Nach diesem Kurs ist man erst Feuerwehr-Einsatztaucher. Der FW-Taucherlehrgang 3 findet an der Adria statt und berechtigt zu einer max. Einsatztauchtiefe von 40 m. Um den Status „FW-Einsatztaucher“ aufrecht zu halten, müssen je nach Alter alle 1-3 Jahre AKL-Tests mit ärztlicher Tauchtauglichkeitsuntersuchung sowie jedes Jahr ein Leistungsnachweis im Schwimm- und Tauchbecken der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark in Lebring abgenommen werden.

 

Ausrüstung eines Feuerwehreinsatztauchers

·         ABC-Ausrüstung (Maske, Schnorchel, Füßlinge, Flossen)

Trockentauchanzug oder Halbtrockentauchanzug (Neoprenanzug)
Rettungs- und Tariermittel (Jacket)

·         200 bar-Presslufttauchgerät 15 lt

Atemregler und Reserveautomat
Messinstrumente (Tiefenmesser, Manometer, Kompass und Tauchcomputer)
Bleigürtel (5-12 kg je nach Erfordernis)
Tauchermesser
 Unterwasserlampe, Notlampe
Leinenmaterial, Markierungsboje
Unterwasserkamera wenn erforderlich
Hebeballon mit Anschlagmittel zum Heben von größeren Gewichten usw.

 


Anforderungen an den...

Schiffsführer

Taucher